Wer steckt hinter den über 300 illegalen Bauten im Schutzwald von Sóc Sơn?

Die jüngste Maßnahme des Ständigen Ausschusses des Parteikomitees von Hanoi, der gerade die Überprüfung, Abklärung und strenge Ahndung der zahlreichen illegal errichteten Villen, Ferienhäuser und Homestays im Schutzwald von Sóc Sơn angeordnet hat, scheint nach vielen Jahren nachlässiger Verwaltung nur eine verspätete „Säuberungsaktion“ zu sein.


Nach Angaben der Forstbehörde und der Zeitung „Tuổi Trẻ“ haben die zuständigen Behörden allein von 2024 bis Anfang 2026 bis zu 323 Verstöße auf forstwirtschaftlichen Flächen aufgedeckt, wodurch die Hügel und Berge, die ursprünglich als Plantagenwald am Dong-Do-See dienten, in luxuriöse und voll ausgestattete, illegale Ferienanlagen mit Swimmingpools verwandelt wurden.
Bemerkenswert ist, dass Sóc Sơn aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage direkt neben dem Flughafen Nội Bài und in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum eigentlich eine streng geschützte „grüne Lunge“ sein sollte, in Wirklichkeit jedoch von Interessengruppen zersplittert, besetzt und ausgebeutet wird.
Der Entwicklungsdruck und die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung sind nur ein Teil der Ursache, während der Kern des Problems in der Nachsicht und der mangelnden Verantwortung der lokalen Verwaltungsbehörden liegt.
Die Öffentlichkeit fragt sich, ob einige Interessengruppen die „dunkle Übergangsphase“ nach der Umstellung auf das zweistufige Verwaltungsmodell ausgenutzt haben, um während der Machtübergangsphasen Waldflächen „aufzuteilen“ und an sich zu reißen.
Angesichts der Rechtfertigungsargumente, wonach bestimmte Bauwerke aufgrund ihrer architektonischen Schönheit ausnahmsweise erhalten bleiben sollten, lehnt die Öffentlichkeit dies entschieden ab.
Gleichzeitig wird betont, dass das Gesetz gegenüber Schönheit weder nachsichtig noch von Emotionen geleitet sein darf; so wie eine Schönheitskönigin, die bei Rot über die Ampel fährt, oder ein